Cali

02.02. – 05.02.2020
Es war wieder mal eine Bus-Odyssee, um von den Thermalquellen in Santa Rosa nach Cali zu gelangen. Zunächst fuhren wir mit einem alten Bus 20 Minuten von den Thermalquellen nach Santa Rosa (3.400 COP). Um 13:20 Uhr bekamen wir den Bus nach Pereira (4.800 COP), wo wir um 14 Uhr ankamen. In Pereira konnten wir dann die Tickets für den Bus nach Cali besorgen (29.000 COP), der um 14:40 Uhr losfuhr. Um 18 Uhr lagen etwa 210 km zwischen Pereira und uns. Zu unserem Hostel Ruta Sur fuhren wir mit einem Uber und waren froh, endlich unser Gepäck abstellen zu können.

Nach dem Check-In sind wir bis zum nahegelegenen Parque San Antonio spaziert. Der Park war etwas erhöht und so hatten wir eine tolle Aussicht auf Cali. Wir waren auch nicht allein in dem Park, er war voll mit Familien, Freundesgruppen und Pärchen, die sich eng umschlungen die Lichter der Stadt ansahen. Einen Rundgang durch den Park mit anschließendem Abendessen später, ging es für uns jedoch erstmal zurück ins Hostel.

Stadtbesichtigung und Souvenirs shoppen

Cali wurde 1536 gegründet und ist damit eine der ältesten Städte Amerikas. Als drittgrößte Stadt Kolumbiens ist sie wie die meisten Großstädte in Südamerika: im Allgemeinen nicht besonders schön, aber mit hübschen Ecken. Vor allem die Parks und mit Streetart versehenen Straßenzüge zeigen Calis schöne Seiten. Bekannt wurde Cali vor allem durch das Cali-Kartell, welches neben dem Medellín-Kartell (Zum Medellín-Blogbeitrag) eines der wichtigsten Drogenkartelle der Welt war. Cali gehört nach wie vor zu einer der gefährlichsten Städte der Welt. Mit einer Mordrate von 45,24 auf 100.000 Einwohner (2019), belegt Cali  Platz 26 der gefährlichsten Städte auf der Welt (Metodología del ranking (2019) de las 50 ciudades más violentas del mundo) und führt diese Liste in Kolumbien an. Eine Statistik, in der Städte normalerweise nicht aufzufinden sein wollen.

Kein Wunder also, dass Nadine und ich bevorzugt am Tag unterwegs waren. Wir liefen durch die unansehnliche Stadt, bestaunten das, was es zu bestaunen gab, besorgten für Familie und Freunde Souvenirs und gingen gut essen. Denn das muss man Cali lassen: Die Restaurants sind alle sehr gut und es gibt eine Vielzahl an vegetarischen/veganen Optionen.

Künstlerüberraschungen

Im Park Loma de la Cruz schauten wir uns die lokalen Künstler an, die in kleinen Läden ihre Kunst oder selbstgemachten Schmuck verkauften. Mitten im Park entdeckten wir einen Kiosk, der neben dem üblichen Süßkram und ungesundem Zeug kleine Überraschungstüten verkaufte. Diese Tüten waren von lokalen Künstlern*innen bestückt worden und für 700 COP konnte man sich eine Tüte aus der metallenen Wanne aussuchen oder für 2000 COP direkt drei Stück. Eine tolle Gelegenheit, sich als Kunstmäzen zu fühlen 😉  

El Gato del Rio

Wer Kunst mag, wird El Gato del Rio lieben. Verschiedene Künstler hatten die gleiche Katzengrundskulptur zur Verfügung und durften nun ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Gekrönt wird das ganze durch die 3 Tonnen schwere Bronzeskultpur „El Gato del Rio“ des kolumbianischen Künstlers Hernando Tejada, die auch das Wahrzeichen der Stadt ist.

Wer nicht wirklich an Kunst interessiert ist, kann mit den teilweise verrückt aussehenden Katzen tolle Bilder für Instagram machen. Oder den Park einfach auslassen.  

Cali – Die Salsahauptstadt

Wer nach Cali kommt, muss Salsa tanzen. So wurde es uns jedenfalls immer wieder von anderen Reisenden gesagt.
Die Feria de Calí, eines der größten Salsafestivals der Welt, welches jeden Dezember stattfindet, hatten wir leider schon versäumt. Doch in der Stadt gibt es super viele Salsabars und uns wurde immer wieder gesagt, dass man überall und jederzeit Salsatanzen gehen könnte. Da wir nun einmal in der Hauptstadt für Salsa waren, wollten wir uns also dem kollektiven Vergnügen anschließen.
Über Google fanden wir einige Salsabars in der Nähe unserer Hostels und nach einem kurzen Back-Check-up mit unserer Rezeptionistin, gingen wir zur ersten Location los. Doch auf der Hauptstraße waren alle Läden zu! Es war Dienstag und wir hatten schon überlegt, ob das vielleicht problematisch werden würde, doch es hieß doch immer: Salsa – jederzeit und überall. Mmmh…. 

Wir liefen die Hauptstraße hoch und runter, doch alles war geschlossen. Schließlich kamen wir an einer Salsatanzschule vorbei. Da wir nicht wussten, wohin wir gehen konnten oder was wir sonst noch machen sollten, gingen wir in die Tanzschule, wo gerade eine Stunde mit zwei Schülerinnen abgehalten wurde. Die Lautstärke der Musik ließ unsere Ohren klingeln und als wir den Tanzlehrer nach einer Salsabar fragten, mussten wir uns gegenseitig anschreien, um uns zu verstehen. Er empfahl uns „El Viejo Barril“ und meinte, dass sie später, wenn der Unterricht vorbei wäre, ebenfalls nachkommen würden. Da sich die Bar weiter drinnen in der City befand und es bereits dunkel war, entschlossen wir uns dazu, mit einem Uber zu fahren.

In der tollen Salsabar angekommen, mussten wir jedoch feststellen, dass weder Salsa noch irgendeine andere Musik lief. Es waren diverse Fernseher aufgestellt und ein lokales Fußballspiel lief. Weder meine Cousine noch ich sind diesem Sport gegenüber so enthusiastisch gestimmt wie andere Menschen, weshalb wir ziemlich enttäuscht waren. In der Hoffnung, dass die Salsaparty anfängt, sobald das Fußballspiel fertig sein würde, bestellten wir uns ein Bier.

Irgendwann kamen tatsächlich die zwei Schülerinnern mit ihren Tanzlehrern in die Bar und organisierten Salsamusik beim DJ. Doch außer den vier gab es keine anderen Tänzer*innen und es sah auch nicht so aus, als würden noch ein paar mehr Leute kommen.

Wir warteten noch etwa eine halbe Stunde, bevor wir uns ein Uber zurück ins Hostel bestellten. Also wer wegen Salsa nach Cali kommt, sollte dies wohl eher an einem Wochenende machen. 

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