Schottland Roadtrip

Eine kleine Übersicht über unsere Route und die Stationen die wir in Schottland angefahren haben. Pro Tag waren wir etwa drei Stunden mit dem Auto unterwegs. 

Unten findet ihr eine Auflistung der Sehenswürdigkeiten und Restaurants, die wir in den einzelnen Städten besucht haben.

Reisezeit: Mai 2019
Unser kleiner Schottlandroadtrip führte uns von Edinburgh über Oban und Nairn nach Stonehaven und zurück nach Edinburgh. Eine unkomplizierte Route, die in 4 – 5 Tagen zu bewältigen ist. Natürlich haben wir nur einen Buchteil davon gesehen, was Schottland zu bieten hat, aber wir konnten einen wundervollen Einblick in das Land erhalten und kommen auf jeden Fall wieder, um noch mehr von Schottland zu sehen. Die Menschen waren nett und aufgeschlossen und wir fühlten uns überall sehr willkommen. An vielen Orten kann man die Ruhe der Natur und die Geschichte genießen und dank einer guten Infrastruktur, kann man Schottland ohne großen Aufwand entdecken.

Mit der Flugverbindung Frankfurt-Edinburgh war unser Startpunkt leicht zu erreichen und unsere Tour konnte beginnen, auch wenn wir die Stadt nur für wenige Stunden genießen konnten. Doch die Stadt alleine ist schon eine Reise von 3 – 5 Tagen wert. Generell empfiehlt es sich, auf keinen Fall mehr Stationen oder noch mehr Kilometer in 4 Tage zu bewältigen, als wir es gemacht haben. Wir konnten uns Zeit nehmen und ohne Stress unsere Route verfolgen, aber viel Zeit, um mal spontan einen Umweg zu fahren oder einen Abstecher wo anders hin zu machen, war nicht. Gerne hätten wir die Isle of Skye besucht oder eine Fahrt im „Harry-Potter-Zug“ unternommen, die Tiefen der Highlands erkundet oder ein paar Filmdrehorte besucht. Doch wir hatten nur vier Tage und da mussten wir unser Programm einhalten, um die Stationen zu schaffen, die wir uns vorgenommen hatten. 

Einen ausführlichen Reisebericht über die einzelnen Reisestationen könnt ihr weiter unten lesen…

Ein paar Tipps: 

Wer mehrere Burgen und andere historische Stätten besuchen will, sollte sich für einen Burgenpass an der ersten Station entscheiden. Diesen gibt es für verschiedene Zeiträume und ist für viele  Sehenswürdigkeiten in ganz Schottland gültig. Auf unserer Reise war es vormittags auf den Burgen ruhig und nicht zu voll, was sich am Mittag deutlich änderte. 

Mai als Reisezeit war super. Es war zwar kühler, aber nicht zu kalt. Eine dicke Jacke reichte uns vollkommen aus, um den ganzen Tag draußen verbringen zu können – auch bei leichtem Regen.An zwei Tagen konnten wir sogar ohne Jacke in der Sonne rumlaufen. Die kleinen „Midges“, die es während der Sommermonate in Schottland gibt, waren im Mai noch nicht geschlüpft und somit hatten wir Ruhe vor den Mücken. Auch die Touriströme halten sich im Mai in Grenzen, so dass man die beliebten Sightseeing-Spots im Großen und Ganzen in angenehm ruhiger Atmosphäre besichtigen kann.

Meiden sollte man allerdings diese „Touri-Bus“-Attraktionen wie Fort Augustus am Loch Ness. Es gibt sicherlich genug Stellen, an denen man sich Loch Ness in aller Ruhe anschauen kann. Der See ist riesig, da brauch man sich nicht mit 1000 anderen Menschen auf einem Fleck tummeln. Es gibt viele „Lochs“ in Schottland und extrem viele Burgen und Burgruinen. Man kann also getrost eine etwas unbekanntere von ihnen auswählen, ohne Angst zu haben, dass man etwas verpasst.   

Pro-Tipp:
Hörbücher mit schottischen Geschichten, Fakten über Schottland oder schottischer Musik für die längeren Strecken mitnehmen. Und wer trotz Reiseführer und Hörbuch immer noch Fragen hat, sollte diese googlen. Das brauchte uns Schottland noch ein bisschen näher.

 

Edinburgh

Nachdem wir in Edinburgh gelandet sind und etwas verzweifelt nach unserem Mietwagen gesucht haben, ging es los Richtung Altstadt, wo sich nicht weit entfernt unsere erste Unterkunft der Reise befand – das B+B “Strathallan Guest House“. Vom Betreiber wurden wir herzlich empfangen und auf unser Zimmer in einem alten Haus an der Minto Street begleitet. Das Zimmer war alt, aber total gemütlich: ein kleiner Kamin, außer Betrieb, 3 Betten und schwere Vorhänge. Von einem Bekannten bekamen wir den Tip an der “Gruselführung durch die Vaults“ in Edinburgh teilzunehmen. Zu Fuß ging es an einer Hauptstraße entlang zum Treffpunkt. Auffällig an der Strasse war, das überall junge Leute unterwegs waren und es unglaublich viele nerdige Zaubershops gab. Als wir am „Mercat Cross“ ankamen, entschieden wir uns dazu, uns in einem Pub mit Burger und Bier und zu stärken. Frisch gestärkt begaben wir uns danach an den Treffpunkt der Führung. Mit Gewändern ausstaffierte junge Studenten leiten die Führungen durch die Gassen und Straße der Altstadt und erzählen dabei Geschichten über das Edinburgh zu Zeiten der Pest. Am Ende der Führung ging es noch in die sogenannten „Vaults“. Dieser Untergrund liegt unter der Hauptstraße, über die wir zuvor gegangen sind. Diese Straße ist eigentlich eine Brücke, die aber an den Seiten so mit Häusern bebaut wurde, dass uns das nicht aufgefallen ist. Nach der spannenden Führung waren wir ziemlich müde und liefen zurück in unsere Unterkunft. Leider hatten wir keine Zeit die Gegend weiter zu erkunden, es war spät, dunkel und wir hatten noch viel vor die nächsten Tage.

Unser B+B-Besitzer zauberte uns am nächsten Morgen ein sehr leckeres und typisch schottisches Frühstück, welches wir zusammen mit den anderen Gästen genossen. Im Anschluss ging es für direkt weiter nach Stirling, wo wir die Burg “Stirling Castle“ besuchen wollten. 

Stirling

Mit dem Auto dauerte die Fahrt von Edinburgh nach Stirling ca 45 Minuten. Die Landschaft auf dem Weg dorthin war flach und grün, die Straßen gut ausgebaut. Am Stirling Castle angekommen, war der Burgparkplatz voll, weshalb wir um den Berg rum fuhren und vor dem „Stirling Young Hostle“ parkten. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zu einer Kirche, der „Church of the Holy Rude“ sowie einem alten Friedhof mit Blick auf die Burg. Ich kann diesen Weg zur Burg auf jeden Fall empfehlen. Der Spaziergang und der Besuch der Kirche bringen einen wieder auf den Boden und entschleunigen einen etwas. Der Blick vom Friedhof auf die Burg, in unserem Fall mit leichtem Regen und grauen Himmel, lässt einen in die richtige Stimmung für den Burgbesuch kommen. Da wir vor hatten, noch weitere Burgen zu besichtigen, kauften wir uns hier deinen Burgpass. Dieser ist für fast alle Burgen in Schottland mehrere Tage gültig und für uns hat er sich im Laufe der Reise auf jeden Fall bezahlt gemacht. Stirling Castle ist gut erhalten und hat innen einige Ausstellungsräume sowie einen tollen Blick aufs Umland zu bieten. Uns fiel ein Märchenturm ins Auge, der in einiger Entfernung von der Burgmauer zu sehen war. Nachdem wir im Internet recherchiert hatten, stellte sich heraus, dass es sich dabei um „The National Wallace Monument“ handelt. Wir hätten ihn gerne besucht, aber auf unserem Plan standen noch zu viele andere Sehenswürdigkeiten, so dass leider keine Zeit für The National Wallace Monument blieb. 

Weiter ging es für uns nach Stirling Castle Richtung Loch Lomond, wo wir im Pub „Tullie Inn“, welches sich in Balloch befindet, zu Mittag aßen.  

Luss

Wir lagen gut in der Zeit und Loch Lomond sah bereits vom Auto aus sehr schön aus. Deshalb beschlossen wir, einen genaueren Blick auf den See zu werfen und hielten am nächstgelegenen Ort, Luss. Luss ist ein süßes kleines Örtchen, mit lauter kleinen niedlichen Häuschen und einem tollen Blick auf den See. Viel los war jedoch nicht. Die paar Geschäftchen die vor Ort waren, hatten schon zu, also drehten wir nur eine kleine Runde über den Steg am See und fuhren dann weiter.

Connel (Oban)

Von Luss nach Connel dauert die Fahrt etwa 1,5 Stunden und die Landschaft wurde etwas hügeliger. Die Straßen wurden enger, aber waren immer noch gut zu befahren. Um uns die Zeit zu vertreiben, hörten wir uns Geschichten und Fakten über Schottland an. Langsam näherten wir uns dem Wasser. Der Salzgehalt in der Luft wurde höher und so konnten wir den Meeresarm, der sich hier entlangstreckt förmlich in der Luft spüren und schmecken. In Connel angekommen, sah alles nach einem Fischerort aus. Es lagen viele kleine Boote im Hafen und wir fuhren über eine kleine Brücken nach North Connel zu unserer Unterkunft dem „Lochnell Arms Hotel“. Wir wurden, wie bis jetzt überall, freundlich empfangen und auf unser Zimmer im ersten Stock geführt. Der Boden des Hotels war mit dicken Teppichböden ausgelegt der bei jedem Schritt stark nachgab. Es war ein sehr lustiges Gefühl darüber zu laufen. Bis zum Abendessen im Hotel hatten wir eine Stunde zu vertreiben, also liefen wir hinter dem Haus ans Wasser. Wir schlenderten am Ufer entlang und genossen die untergehende Sonne sowie die gelben Blüten der Stechginster, die überall am Ufer wuchsen. Um 20 Uhr ließen wir den Abend mit einheimischen Bier und leckeren Essen im Restaurant ausklingen. Wenn man in Schottland ist, muss natürlich das Nationalgericht probiert werden. Also bestellten wir „Haggis“ als eine kleine Vorspeisenportion in Form von frittierten Haggis-Bällchen und gingen dann satt und müde in unsere Betten.

Am nächsten Morgen wachten wir ins unserem schlicht eingerichteten Zimmer mit Panoramablick auf. Die Sonne schien und auch, wenn uns der leichte Regen der letzten beiden Tage nichts ausgemacht hatte, sah alles bei strahlenden Sonnenschein noch viel schöner aus, das Wasser, der Hafen und die grünen Bäume. Abermals gab es zum Frühstück ein einfaches, aber leckeres schottisches Frühstück. Während wir uns unterhielten und ein bisschen in unserer Burgenpasskarte stöberten, entdecken wir eine Burg direkt in der Nähe, die unser Interesse weckte. Wir packten unsere Sachen und zogen los. Die Fahrt nach Fort George dauerte etwa 3,5 Stunden und danach wollten wir noch nach Nairn. Doch zuerst stand die Burgruine „Dunstaffnage Castle“ auf unserer Sightseeing-Liste. Die Burg war gar nicht so leicht zu finden. Unser Navigationsgerät kam mit der angegebenen Adresse nicht klar und auch Google Maps brauchte mehrere Anläufe, um uns an die richtige Stelle zu navigieren. Am Ende standen wir an einem Industriegebäude neben einem Wald und wussten, die Burg kann nicht mehr weit sein. Daher entschieden wir uns, das Auto stehen zu lassen und zu laufen. Ein weiterer Grund war, dass wir auch nicht wussten, wie weit wir mit dem Auto überhaupt noch kommen würden. Doch auch dieses Mal war die Entscheidung, nicht direkt bis an die Burg ran zu fahren, die Richtige. Obwohl es einen kleinen Weg zwischen den Bäumen und dem nahe gelegenen Wasser gab, liefen wir durch den saftig grünen Wald. Er hatte eine starke, leuchtend grüne Farbe und der Boden war mit ebenso leuchtendem Moos bedeckt. Der Boden gab bei jedem Schritt nach, ein bisschen so wie der Teppich im Hotel und verleitete uns dazu die Schuhe auszuziehen. Wo die Sonnenstrahlen hin kamen, war der Boden mit lila Blümchen überzogen. Es duftet herrlich und war wunderschön. Versteckt zwischen Wald und Wasser lag die alte Ruine und nur wenige Menschen waren zu sehen. Die Burg war nicht sehr groß, trotzdem war es schön sie zu erkunden. Hinter der Burg ging es durch ein paar Bäume ans Wasser. Wir waren alleine dort und es war unglaublich still. Wellen liefen langsam über die Steine in einer Bucht und es roch salzig und frisch. Den Blick konnte man übers Wasser auf Hügel und Berge richten. Auch wenn wir hier Stunden hätten verbringen können, brachen wir nach einiger Zeit auf und folgten dem Waldweg zurück zu unserem Auto, um am Loch Ness entlang nach Fort George zu kommen.

Loch Ness

Loch Ness ist ein ziemlich langer, dunkler und großer See. Außer viel Wald am Ufer gibt es nicht viel hier. An der südlichen Spitze des Sees liegt die Ortschaft Fort Augustus, wo wir für eine Toilettenpause halten mussten. Aber zu empfehlen, ist der Ort niemandem. Selbst in der „Nebensaison“ standen überall Reisebusse, Souvenirläden und Menschen mit Kameras, die sich durch den Ort quetschten. Nach dem Toilettengang ging es also direkt weiter. Auf dem Weg am See entlang sahen wir noch, dass die Burg „Urquhart Castle“ direkt am Loch Ness liegt und beschlossen, einen Zwischenstopp zu machen. 

Viele Touristen tummelten sich bereits auf der Burg, weshalb der Eingang zum Gelände mit einem Einlass geregelt wurde. Außerdem gab es einen Souvenirshop und ein Restaurant. Der Blick auf den See war von dort aus zwar sehr schön, aber die Menschen und der Übertourismus haben uns schnell zum Weiterfahren animiert. Denn solche Menschenmassen hatten wir in den letzten Stunden so gar nicht erlebt. Eigentlich wollten wir in Inverness halt machen, aber während wir hindurch fuhren und ebenfalls die vielen Menschen erblickten, beschlossen wir, weiterzufahren. 

Es war schon später Nachmittag und da wir müde waren und uns nicht genug Zeit für eine weiteren Halt blieb, beschlossen wir, direkt nach Nairn zu fahren und Fort George auf morgen zu verlegen.

Nairn

Als wir in Nairn ankamen, war es schon später Nachmittag und nach einem schnellen Check-In, fanden wir über Google ein gut bewertetes Restaurant direkt am Meer. In dem Ort, der wohl bei schottischen Urlaubern im Sommer sehr beliebt ist, war es ruhig und die Straßen fast menschenleer.
Wir liefen zu Fuß ans Meer, um am Strand entlang zum Restaurant zu laufen. Die Sonne senkte sich und das Wasser zog sich langsam zurück. Der Sandstrand war durchwachsen mit kleinen Büschen, alles wirkte wild. Das hier im Sommer viel los sein würde, konnten wir uns kaum vorstellen. Obwohl es ansonsten fast gespenstig leer war in der Stadt, war es im Restaurant „Sun Dancer“ ziemlich voll und wir hatten Glück, dass wir einen Platz ohne Reservierung ergattern konnten. Das Essen war lecker und durch die große Glasfront konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.
Als wir fertig waren, machten wir uns auf dem selben Weg wieder zurück zum Hotel. Das Wasser war noch weiter zurückgelaufen und hinterließ ein matschiges Watt. Die Sonne kratzte nur noch am Horizont, was alles in einem sanft lila-orangenen Licht erstrahlen ließ und der Himmel spiegelte sich in den Pfützen.
Als wir gegen 23 Uhr ins Hotel kamen, putzte der Barkeeper bereits die Bar, doch als wir nach einem Drink fragten, bot er uns verschiedene Biere an. Wir probierten uns durch die Biere, bevor wir nach einem weiteren langen Tag ins Bett fielen.

Fort George

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht ging es für uns weiter nach Fort George. Wir hatten keine klaren Vorstellungen darüber, was uns erwarten würde. Wir wussten nur, dass es eine große und alte Festung aus dem 18 Jahrhundert ist. Als wir dort ankamen, waren wir von der schieren Größe der Festung überwältigt. Außerdem ist Fort George noch in Betrieb, was bedeutet, dass dort immer noch Soldaten stationiert sind. Auch hier hatte man, wie bei allen Festungsanlagen, einen tollen Blick aufs Umland.  Dieses Mal holten wir uns einen Audioguide und betraten die riesige Anlage. Jede von uns streifte für sich umher und hörte sich über den Audioguide Informationen an. Überaus begeistert von diesen Audioguides, fragten wir uns, warum wir nicht schon früher Audioguides für Touren geholt hatten. Es war wie ein Hörbuch voller Geschichten, während man in den Schauplätzen rumläuft.
Da wir aber nicht ewig hier verweilen konnten, stärkten wir uns in einem kleinen Café innerhalb der Anlage und machten uns dann auf den Weg zur „Cardhu Distillery“, die sich auf dem Weg nach Aberdeen befindet.

Cardow

Das erste Mal auf unserer Reise fuhren wir keine ausgebaute Straße entlang, sondern einen der berüchtigten einspurigen Wege, die durch Schottland führen. Doch auch diese war gut in Schuss gehalten. Wir fuhren einen großen Teil dieser Strecke im Schneckentempo, denn überall gab es so viel zu sehen.
Die Landschaft war faszinierend, Rinder standen unter Bäumen am Straßenrand und auf der Straße vor uns liefen lauter Rebhühner herum. Wir brauchten deutlich länger als geplant, um zur „Cardhu Distillery“ zu gelangen. Und dort mussten wir zu allem Übel auch noch feststellen, dass man nur mit gebuchter Führung in die Destillerie rein kommt. Da uns nichts anderes übrig blieb, machten wir ein Minitasting und sahen uns etwas im Shop um bevor wir weiter nach Aberdeen fuhren.

Aberdeen

Bei unserer Reiseplanung hatten wir überlegt, ob wir uns eine Unterkunft in Aberdeen oder in Stonehaven nehmen sollten. Da wir abends sicher noch was essen gehen wollten, dachten wir, es wäre leichter, in Aberdeen eine gute Unterkunft zu finden. Also entschieden wir uns dazu in Stonehaven nur einen Halt einzulegen und in Aberdeen zu übernachten.

Leider wurde die Wirklichkeit unseren Überlegungen nicht gerecht. Aberdeen war für uns ein totaler Flop. Sogleich bei Ankunft stresste uns die große Stadt Aberdeen total. Es war bereits Abend, so dass wir uns nur kurz in der Unterkunft einrichteten und in die Innenstadt liefen um dort etwas zu essen. 

Es war Freitagabend zwischen 19 und 20 Uhr und einfach alle Restaurants waren randvoll. Einen Platz zu bekommen war schier unmöglich und wir wurden immer frustrierter. Nachdem wir dann doch irgendwo in einer großen Kette unseren Hunger stillen konnten, gingen wir zurück in die Unterkunft und beschlossen, am nächsten Morgen früh aufzustehen. So konnten wir in aller Ruhe in Stonehaven halten, eine Burg besichtigen und dann die gesamte Strecke nach Edinburgh zurück fahren. Denn unser Rückflug würde bereits am Abend fliegen. 

Stonehaven

Von Aberdeen nach Stonehaven ist es nur ein Katzensprung, wir holten uns etwas zum Frühstücken, was gar nicht so leicht war, da irgendwie alles geschlossen war und setzten uns ans Meer. Der Strand bestand aus großen Steinen, Möwen spielten am Wasser und ab und an kamen Menschen mit ihren Hunden vorbei. Wir hielten einfach nur ein bisschen inne, genossen die Sicht aufs Meer mit den grauen Steinen und den grauen Gebäuden (die meisten Gebäude in Schottland sind aus grauem Stein gebaut) und machten uns dann auf zum „Dunnottar Castle„, welches nur 7 Minuten entfernt von Stonehaven ist.

Das „Dunnottar Castle“ liegt auf einer Klippe an der Küste. Außer viel Wasser und der Steilküste ist drum herum nicht viel zu entdecken. Wenigstens war nicht viel los, als wir ankamen und nur einige Touristen liefen durch die Landschaft vor der Burg und machten Fotos von der Ruine, die malerisch auf dem Felsvorsprung thront.
Will man in die Burg, muss man zunächst die Treppen runter zum Meer und dann die Treppen wieder hoch zur Burg laufen. „Dunnottar Castle“ war die einzige Burg auf unserer Tour, die nicht im Burgenpass inkludiert war, ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Innenhof der Burg ist weitläufig und mit sattem grünen Gras bedeckt. Man kann durch die verfallen Räumlichkeiten streifen und aus jedem Fenster hat man einen tollen Blick aufs Meer oder die Klippen. 

Als wir wieder aufbrachen um unsere Reise zurück nach Edinburgh anzutreten, strömten immer mehr Menschen in die Burg oder hielten sich auf dem Gelände auf. Kleine Reisegruppen kamen grade am Parkplatz an, als wir los fuhren. Wir waren echt froh, dass wir so früh da waren und in Ruhe und ohne viel Betrieb alles betrachten konnten.

Edinburgh

Vom „Dunnottar Castle“ ging es für uns auf direkten Weg nach Edinburgh. Da wir noch ein paar Stunden vor unserem Abflug hatten, beschlossen wir, „Castle Rock“ in Edinburgh zu besuchen. Es dauerte einige Zeit, bis wir einen Parkplatz in einem Parkhaus gefunden hatten. Da sich das Parkhaus jedoch direkt  am Fuße der Burg befand, mussten wir nur einmal um den Berg rum und dann hoch zur Burg laufen. Hier wurde es dann voll. Viele Menschen tummelten sich vor der Burg, doch dank dem Burgenpass konnten wir schnell durch den Eingang gehen. Auch innerhalb der Burg waren viele Menschen unterwegs und ich kann mir kaum vorstellen, wie schlimm es in der Hauptsaison sein muss. 

Die Burg ist gut ausgebaut und mit allerlei Museumsräumen, Shops und Cafés ausgestattet, sodass man einen ganzen Tag im „Castle Rock“ verbringen könnte. Leider hatten wir nicht so viel Zeit und waren irgendwie langsam auch voll von 4 Tagen „Neues entdecken“,  weshalb wir die Burg nur im Schnelldurchlauf besichtigten und die Aussicht auf Edinburgh genossen, um dann mit dem Auto zum Flughafen zu fahren.

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