Punta Gallinas – Cabo de Vela – Riohacha
Tag 3 unserer Reise zum nördlichsten Punkt Südamerikas
Nach einer weiteren Nacht in der riesigen Hängematte hatte ich erst einmal genug davon und war froh endlich aufstehen zu können. Es war noch dunkel, doch langsam wurde es hell am Horizont. Da ich bisher die einzig Wache war (die, die mich kennen, werden sich jetzt ungläubig die Augen reiben – aber es ist wahr), schlich ich so gut es ging (hier werden jetzt einige die mich besser kennen lachen) zum Essensbereich, von wo man eine herrliche Aussicht auf den Sonnenaufgang hatte. Nach und nach trudelten weitere halb verschlafene Touristen ein und genossen mit mir den zunächst dunkelroten, dann rosa-lila werdenden Himmel. Es war noch ziemlich kalt ohne Sonne, doch mit jedem Sonnenstrahl stahl sich auch die Hitze wieder in die Wüste.

Wir hatten uns am Vortag zu einem frühen Frühstück verabredet, um noch vor den anderen Gruppen loszukommen. Zwar würden wir heute den Weg wieder zurück nach Riohacha nehmen, doch auf einer etwas anderen Route, die uns noch ein paar hübsche Fotostationen bieten würde.
Die Sonne steht immer noch tief am Horizont als wir beim Mirador de casares ankamen. Es handelt sich um einen Aussichtspunkt in der Wüste, von wo aus man das Meer und die Vegetation sehen kann.


Auf unserem weiteren Weg zurück nach Uribia halten wir mitten in der Wüste an um uns den Boden etwas näher anzusehen. Der Boden sieht rissig aus und er ist trocken, doch trotzdem so weich wie gekauter Kaugummi, man bleibt sogar leicht drin stecken.
Der Sand in der Wüste war etwas zäh, wie Kaugummi Doch überall findet man Kakteen Die Bahnstrecke ist nur für einen Zug bestimmt – von der Kohlemine zum Hafen In La Guajira gibt es viel Platz in der Wüste
Je näher wir wieder Richtung „Zivilisation“ kommen, desto mehr Straßensperren durch Kinder gibt es. Auch wenn wir in den letzten Tag viele davon gesehen haben, ist es doch immer wieder schockierend, wie viele es sind, vor allem eben kleine Kinder. Manche Frauen verkaufen auch selbst gehäkelte Taschen oder Armbänder.

Unsere Weiterfahrt ist ziemlich ereignislos und so kommen wir pünktlich zum Mittagessen in Uribia an. Danach wird das Auto wieder auf tankstellenlose Art und Weise betankt, bevor es wieder zum Ausgangspunkt unserer Reise geht: Riohacha. Dort hatten Nadine und ich eine sehr emotionale Begegnung mit einigen venezulanischen Flüchtlingskindern.