Capurgana – Wanderung nach Aguacate

15.-20.01.2020 – Teil 3: 18.01.2020

Leider ist es auf Grund der hohen Wellen auch am heutigen Tag nicht möglich zu tauchen, weshalb wir uns für eine längere Wanderung entschließen.

Zusammen mit dem belgischen Pärchen aus unserem Hostel machen wir uns auf Richtung Bahia del Aguacate. Wir laufen dazu in die gleiche Richtung, in der wir an unserem ersten Tag die Tauchbasis PADI Dive & Green gesucht hatten. Wir klettern über einen umgefallenen Baum und überqueren so den Fluss, in dem Kinder baden. Immer weiter geht es für uns in dem Dschungel-Pfad, der schließlich an einem Weg am Meer mündet. Die See tost und die Wellen brechen mit immenser Kraft ans Ufer. Immer wieder bleiben wir fasziniert stehen und beobachten das aufgebrachte Meer. Uns begegnet ein Esel, der schnell wieder in die Büsche verschwindet, als wir ihm zu nahekommen. 

 

Es könnte ein wirklich ein wunderschöner Wanderweg sein, doch der Plastikmüll, der sich an den Ufern türmt, zeigt mit dem warnenden Finger auf uns. Wir entdecken Plastikschuhe aus den 60ern oder 70ern, Adiletten, Plastikflaschen und viel mehr Mikroplastik als Sand. Es ist wirklich eine Schande, wie wir Menschen unsere Umwelt vermüllen.

Der Weg führt uns über eine Ebene, in der nur noch Kokospalmen wachsen. Am Ende dieses Abschnittes wartet ein steiler Hügel auf uns. Zum Glück war es die letzten Tage trocken und wir haben keine Probleme den steilen Hang hinauf- und auf der anderen Seite wieder herunterzuklettern.

Wir befinden uns wieder auf einem kleinen Pfad durch den Dschungel. Es geht über Stock und Stein, Wurzeln und andere Hindernisse. Doch am Ende des schmalen Weges wartet noch nicht Aguacate auf uns, sondern eine Felsbrandung die wir überwinden müssen. Die Wellen brechen immer wieder gegen die Felsen und überschwemmen den steinigen „Weg“, den es zu überqueren gilt. 

Wir werden zwar alle etwas nass, überstehen die Kletterpartie jedoch unbeschadet und die finale Wanderetappe nach Aguacate beginnt.

Aguacate ist sehr klein. Es gibt die Bucht, in der auch ein kleines Boot hält um Menschen zu transportieren, eine große Wiese, eine Bar, ein Restaurant und ein Haus mit einem Schweinestall. 

Nach der anstrengenden Wanderung entschließen wir uns erstmal dazu, uns auf der Wiese auszuruhen und im Meer baden zu gehen. An der Stelle, wo ich mich niederlegen möchte sehe ich plötzlich, wie sich etwas bewegt. Ich schaue genauer hin und sehe im Gras eine etwa 2-Euro-Stück große Babytarantel. 

Wir schnorcheln und schwimmen im Meer, doch nach kurzer Zeit gehen wir wieder raus, da von den Wellen ganz viel Müll an diese kleine Bucht getrieben wird und genau da ist, wo wir baden.

 

Bei der Bar verkauft eine Frau Obleas. Wir gönnen uns jeder eine, genießen noch die Sonne und beginnen dann den etwa Zwei-Stündigen Rückweg nach Capurgana.

Auf dem Weg zurück begegnet uns ein Einheimischer mit einem Sack voller Kokosnüsse auf seinem Rücken. Der Sack ist bereits gut gefüllt und man sieht ihm die Anstrengung an. Als er uns passiert, will er uns eine Kokosnuss verkaufen, aber keiner von uns hat Lust darauf. Er läuft weiter an uns vorbei, doch bei der nächsten Kokospalme sehen wir ihn wieder. Nur mit Hilfe eines Gurtes und einer Machete klettert er die lange Palme hoch und erntet ein paar Kokosnüsse. 

In Capurgana angekommen, bleiben wir am Marktplatz stehen und schauen uns das Fußballtraining an, bevor wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen. 

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