Guatapé und La Piedra del Peñol

Früh morgens ging es für uns mit dem Bus vom Hauptbahnhof in Medellín los zum Piedra del Peñol (15.000 COP), welches etwa 80 KM östlich von Medellín liegt. Nachdem ich von Medellín nicht wirklich begeistert war, freute ich mich schon sehr auf „La Piedra“ und Guatapé. Hier waren sich alle Reisenden und Reiseberichte einig: DAS Highlight der Region.

Der Bus hielt nicht direkt am „Fels von Guatapé“, der zum Anden-Gebirge gehört, sondern etwas weiter unten bei einer Tankstelle. Fast der komplette Bus stieg mit uns aus und als Menschentraube machten wir uns die ersten Stufen rauf zum Felsen. Zum Glück lichtete sich die Traube schnell, so dass Nadine und ich einen ruhigen Aufstieg genießen konnten.

 

Am Fuße des 200 Meter hohen Monolithen angekommen, liefen wir alten Bekannten aus Cartagena in die Arme. In unserem Hostel in Cartagena waren neben uns noch drei Argentinier zu Gast. In La Piedra legten die drei einen Zwischenstopp ein, bevor es für sie weiter zur Zona Cafetera gehen würde. Da dies ebenfalls auch unser nächstes Ziel sein würde, scherzten wir darüber, dass man sich dort wohl wiedersehen wird. Nach einem kurzen Plausch, kauften wir uns ein Ticket (20.000 COP) und begannen den Aufstieg der 659 Treppen. 

Zwei voneinander unabhängige Treppen wurden auf der Nordseite La Piedras in das Granitgestein gemeißelt und funktionieren als Einbahnstraße nach oben, bzw. nach unten. In 50er Schritten zeigen dir die Zahlen auf den Treppen an, wie weit du schon gekommen bist. Immer wieder hielten wir an um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen. Ziemlich außer Puste kamen wir schließlich oben an. Neben einem Kiosk gab es auf dem Felsen noch einen Aussichtsturm, auf den man noch weiter in die Höhe steigen konnte.

Die Plattform war voller Touristen und einen Platz am Rand zu bekommen, um ein schönes Foto zu erhalten, bedurfte einiges an Geduld. Aber es lohnte sich. Die Sonne war mittlerweile draußen, ließ die Seen um uns herum glitzern und weiße Schäfchenwolken perfektionierten den Ausblick. Orte wie dieser bringen mir inneren Frieden und erinnern mich daran, wie schön das Leben und die Welt ist. Stundenlang könnte ich das Panorama betrachten und niemals genug davon bekommen. Vor allem, wenn es sich um so einen magischen Ausblick handelt wie vom La Piedra del Peñol. 

Nachdem wir uns noch ein Eis in der Sonne gönnten, machten wir uns auf den Abstieg, der wesentlich schneller ging als der Aufstieg. Mit einem Tucktuck fuhren wir zum nahegelegenen Dorf Guatapé (6.000 COP), um den Rest des Tages dort zu verbringen. Der Tucktuck-Fahrer war ein super freundlicher Venezolaner, der uns viel über die Geschichte von Guatapé und den Felsen erzählte.

Guatapé

Das historische Zentrum von Guatapé besticht durch bunt angemalte Häuser mit Reliefkunst, die verschiedene Motive der Geschichte oder des Alltags darstellen. Aber auch einfache geometrische Formen sind beliebte Reliefmotive. Es machte Spaß durch die Gassen zu streunen, die Häuser anzusehen und Läden zu entdecken. Alles ist bunt und die Leute sind fröhlich. 

Wir gelangen ans Wasser, von wo aus Boote auf den Stausee fahren, doch wir schlendern lieber etwas an der Marina entlang und bewundern die verschiedenen Statuen, die man hier finden kann. 

Dann wird es Zeit Guatapé zu verlassen und wir nehmen den nächsten Bus Richtung Medellín (15.000 COP). Auf dem Rückweg entdecken wir, dass auf dem „La Piedra“ Monolithen die Buchstaben G und I stehen. 

Natürlich ist damit aber nicht das Autokennzeichen von Gießen gemeint. Die Dörfer Guatapé und El Peñol liegen im Dauerstreit, zu wem der riesige Felsen gehört. Um ihren Anspruch auf „La Piedra“ zu bestärken, begannen Einwohner von Guatapé den Stadtnamen auf den Felsen zu malen. Doch die Einwohner von El Peñol bekamen das mit und konnten die Weiterarbeiten durch einen Aufmarsch beenden. Die angefangenen Buchstaben blieben aber auf dem Felsen und sehen nun aus wie ein G und ein I. 

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