La Guajira und der nördlichste Punkt Südamerikas

Unser Hostel in Valledupar organisierte für uns eine Taxifahrt nach Riohacha für 35.000 Pesos. Die 5 Stunden dauernde Fahrt würden wir zusammen mit noch zwei weiteren Fahrgästen machen.. Nachdem wir ein Formular ausgefüllt hatten und den Preis von 35.000 Pesos unterschrieben hatten, ging es auch schon los. Die Fahrt an sich war recht ereignislos, außer einem Anruf und dem Ende.

Der Anruf

Nach ungefähr 2 Stunden bekamen wir einen Anruf von unserem Hostel in Valledupar. Ich hatte den Schlüssel ausversehen mitgenommen. Wir wurden leicht hektisch… Was konnten wir tun? Schlüssel bezahlen? Schlüssel per Post zurückschicken? Doch die vom Hostel erklärte, dass der Taxifahrer ihr Nachbar sei und sowieso wieder zurückfahren würde. Er könne den Schlüssel einfach wieder mitnehmen. Nachdem wir uns beim ihm nochmal rückversichert hatten, ob er den Schlüssel mitnehmen würde, war das für ihn kein Problem.

Die anderen zwei Passagiere wurden ca. eine Stunde vor Valledupar rausgeschmissen, aber in Kolumbien fährt ein Auto (oder Bus) nie weiter, wenn noch Plätze frei sind. Immer wieder wurden andere Leute aufgelesen und für eine kurze Zeit mitgenommen.

Das Ende der Fahrt

Als wir am Hostel „Bona Vida Tercera“ ankamen, wollte der Taxifahrer auf einmal 40.000 Pesos pro Person und das, obwohl wir den Preis vorher verhandelt UND unterschrieben hatten. Natürlich diskutierten wir mit dem Taxifahrer darüber und auch die Rezeptionistin vom Hostel kam uns zu Hilfe. Jedes mal, wenn wir fragten, warum sich der Preis plötzlich verändert hatte, bekamen wir eine andere Ausrede. Hier eine kleine Auswahl: „Das waren noch die alten Preise auf dem Zettel.“ oder „Aufgrund der Probleme mit Venezuela ist das Benzin teurer.“ Natürlich wollten wir keine dieser offensichtlichen Ausreden gelten lassen. Doch dann meinte er, dass wir das Geld zahlen müssten, da er sonst den Schlüssel nicht abliefert. Und das, obwohl er der Nachbar ist! Uns blieb also nichts weiter übrig, als den Preis zu zahlen und diesen Vorfall schnellstmöglich zu vergessen.

Aufbruch zu neuen Ufern

Um an den nördlichsten Punkt Südamerikas zu gelangen, gibt es theoretisch zwei Möglichkeiten. Theoretisch, und ich meine wirklich theoretisch, kann man mit den öffentlichen Bussen bis nach Cabo de Vela reisen. Danach kann man per Anhalter weiterreisen. Doch das ist unheimlich schwierig und mit vielen Unklarheiten gespickt. Mit welchen genau, werdet ihr im Laufe des Artikels erfahren.

Nachdem wir uns bei einigen Agenturen in Riohacha informiert hatten, buchten wir unsere Reise zum nördlichsten Punkt Südamerikas mit Alta Guajira Tours für 550.000 Pesos (sehr zu empfehlen).   

Am nächsten Tag ging es dann auch schon los. Um 9 Uhr trafen sich alle im Office. Wir waren mehrere Gruppen von 6 Personen, verteilt auf 4×4 Geländewagen. Unser Fahrer, „El Way“ genannt, war selbst aus der in La Guajira lebenden indigenen Bevölkerung der „Wayuu“ (spanisch Wayú). Wir lernten Sandra und Rebekka kennen, zwei Schweizerinnen, die mit uns im Wagen sitzen würden. Es waren mittlerweile eigentlich alle anwesend, jeder hatte noch einen Kaffee getrunken und war auf Toilette. Jeder war begierig darauf zu starten. Doch es fehlte noch ein kolumbianischen Pärchen und so mussten wir noch etwas weiter warten. Schließlich, so gegen 9:45 Uhr kam das Pärchen endlich an und wir konnten los fahren. Und natürlich gehörte dieses Pärchen zu meiner Reisegruppe.

Mit den 4×4-Geländewagen von Alta Guajira Tours waren wir gut gerüstet

La Guajira – wir kommen

Nachdem wir die Stadt verlassen hatten, bestand der Weg hauptsächlich aus Schotter. Aber trotzdem waren immer mal wieder ein paar hundert Meter gepflastert. Die Regierung hat ab und zu mal entsprechende Firmen beauftragt, die Straßen zu teeren, aber entweder ist mittendrin das Geld ausgegangen oder die Baufirma pleite gegangen. Warum diese Abschnitte jedoch nicht direkt hintereinander geplant wurden, sondern imer mit einem Abstand, konnte mir Way aber nicht erklären.

Unser Weg führte erstmal zu den Salinas Salzseen. Das sind künstlich angelegte Seen zur Gewinnung von Salz. Einer von diesen Seen ist sogar pink!

Bei der Führung erfuhren wir, dass die kleinen Schrimps, die ebenfalls von Flamingos gegessen werden, dort im Wasser leben und sterben, deshalb wird das Salz pink. Das Salz wird jedoch nicht zum Essen verwendet, sondern wird in der Industrie für die Herstellung von Leder genutzt.

Künstlichen angelegter Salzsee in Pink.
Salinas Salzseen
Die pinke Farbe der Seen kommt von den kleinen Shrimps die im See leben und sterben.

Nach der Führung ging es die staubigen und trockenen Schotterwege weiter Richtung Uribia. Uribia ist die Indiohaupstadt in La Guajira und der letzte Stopp vor der Wüste. Umso näher wir der Stadt kamen, umso mehr Müll und Plastik sahen wir auf unserem Weg. Wir waren regelrecht geschockt, als wir in Uribia einfuhren und statt Blumen auf den Wiesen oder Blüten an Sträuchern, nur Plastiktüten und -flaschen sah. „Willkommen in der Müllhauptstadt“, sagte Way sarkastisch, als er merkte, wie geschockt wir aufgrund dieser massiven Umweltverschmutzung waren. „Leider sind die meisten Menschen hier sehr ignorant und schmeißen einfach weiter ihren Müll weg“, fährt Way mit einem traurigen Ausdruck in den Augen fort.

Uribia ist die letzte Stadt vor der Wüste. Wir hielten daher an einem Kiosk mit einem großen Platz, wo nochmal alle Autos, Busse und Trucks aufgetankt wurden, bevor die Reise in die Wüste wirklich begann. Jetzt mag sich der ein oder andere vielleicht denken, dass die Tankstelle ungefähr so aussieht, wie wir das von Zuhause kennen. Aber so einfach war es natürlich nicht. Die Tankstelle bestand aus mehreren Benzinfässern, die entsprechend in kleinere Kanister umgefüllt wurden, wenn jemand eine Ladung Benzin brauchte. Die Arbeit wurde dann von 3 Männern erledigt. Einer war für das Ansaugen des Benzins zuständig und kümmerte sich die ganze Zeit um diesen Schlauch. Der zweite stellte klar, dass das Benzin über den Schlauch auch ins Auto gelangte und der dritte rüttelte stetig am Auto, um die Luft entweichen zu lassen. Es war schon ziemlich witzig, das ganze zu beobachten.

Ein weiterer Grund in Uribia zu halten war die Wasserversorgung. An den Kiosk konnten wir uns für die nächsten Tage Trinkwasser kaufen. Uns wurde empfohlen, pro Person einen 6-Liter-Kanister zu kaufen. Auf manchen Internetseiten und Blogs haben wir gelesen, dass man für die Kinder vor Ort, die unseren Weg blockieren würden, Süßigkeiten kaufen sollten. Doch weder Nadine noch ich fanden es eine gute Idee, ungesundes Zuckerzeug in eine Umgebung mitzunehmen, in der es wahrscheinlich keinen Zahnarzt geben würde. Unsicher, ob und was wir mitnehmen sollten, wendeten wir uns an Way. „Ich komme aus der Community, deshalb müssen wir keine Zölle zahlen. Aber natürlich könnt ihr etwas mitnehmen. Doch wenn, dann nehmt keine Süßigkeiten. Davon bekommen die Kinder schlechte Zähne.“ Er sah uns wohl unsere Unschlüssigkeit an und ergänzte, dass er bereits ein paar Brötchen besorgt hatte, die er entsprechend verteilen würde. Nachdem das also geklärt war, stiegen wir ins nun vollgetankte Auto und fuhren weiter. Die Straße hörte nach Uribia ziemlich schnell auf und wir fuhren weiter auf Schotterwegen, entlang einer Eisenbahn, die nur für die nahegelegene Kohlemiene bestimmt ist. Nach kurzer Zeit versperren uns die ersten Kinder die Straße mit diversen Kordeln oder anderen Sachen, die sie als Leine benutzen. Manchmal besteht diese Leine auch aus alten Fahrradketten. Sie halten die Hand auf, manche schauen dabei frech und wieder andere schauen traurig zu dir ins Auto. In den Autos vor uns werfen manche Touristen einfach die Süßigkeitenpackungen aus dem fahrenden Auto. Way fährt gnadenlos mit dem Auto weiter Richtung Absperrung und jedes Mal, wenn man denkt, jetzt bleibt er hängen, lassen die Kinder ihr provisorisches Absperrseil fallen.

Kinder versperren die Straße und verlangen Wegezoll.

Die Landschaft wird immer wüstenähnlicher, als uns ein Zug überholt. Er scheint endlos lang zu sein und befördert ausschließlich die Kohle aus der Mine zum Kohlekraftwerk.  

Wir kommen jetzt in die Wüste, in der es keine richtigen Wege mehr gibt. Hier gibt es nur noch Sand, Schlamm und Pfützen. Wer hier weiter will, muss den Weg kennen. Zum Glück kennt Way die Gegend wie seine Westentasche und wir kommen gut voran. Auch öffentliche Busse fahren diesen Weg, doch immer wieder sieht man, wie sie im Schlamm oder im Sand steckengeblieben sind. Nadine und ich sind beide froh, dass wir uns für die Tour entschieden haben und nicht in einem stickigen Bus sitzen müssen, der nun wer weiß wie lange irgendwo feststeckt.

Aber nicht nur mit Bussen oder mit einer Tour kommt man nach Cabo de Vela. Wir sehen einige Backpacker, die per Anhalter unterwegs sind. Manche hatten Glück und konnten ein Gefährt ergattern, aber viele stehen auch einfach in der Wüste und müssen warten. Denn wer hier durchfährt, fährt meistens nicht alleine. Und voll, ist für diese vollgepackten Trucks auch einfach kein Ausdruck.

Vollgepackter Truck. Hier heißt man meistens nicht alleine…

Wir werden plötzlich von der Polizei gestoppt, doch alles kein Problem. Way kennt natürlich den Polizisten und wird gebeten, ein anderes Fahrzeug mitzunehmen, da der andere Fahrer die Gegend nicht kennt und nicht weiß, wohin er fahren soll. Way schaut etwas unglücklich drein, aber schließlich willigt er ein. Doch während der Fahrt wird schnell klar, dass der andere Fahrer nicht nur nicht weiß, wo es lang geht, sondern auch nicht weiß, wie man ein 4×4-Fahrzeug richtig zu fahren hat. Immer wieder bleibt er fast in den schlammigen Pfützen stecken und Way beschwert sich über das langsame weiterkommen. Und wenn ich beschwere schreibe, dann meine ich das noch auf eine nette Art und Weise 🙂 Nachdem wir das andere Auto gefühlt eine Stunde lang im Schneckentempo „mitgeschleift“ hatten, wurde es Way zu bunt. Er erklärte dem anderen Fahrer den Weg und ließ ihn alleine weiterziehen. Doch bis Cabo de Vela würde es nicht mehr lange sein und ist kaum zu verfehlen.

Cabo de Vela – Kitesurf-Hotspot von Kolumbien

Wir mussten dann tatsächlich auch gar nicht mehr lange fahren, bis wir in Cabo de Vela ankamen. Cabo de Vela ist eine Ansammlung von wenigen Häusern, die meist Hostels sind. Denn hier, in Cabo de Vela, ist einer DER Kitesurf-Hotspots in Kolumbien. Der Wind und die Wellen sind perfekt, um sich elegand in die Lüfte gleiten zu lassen und dem Himmel ein Stückchen näher zu sein. Gerne hätten wir uns die Kitesurfer noch etwas länger angesehen, aber unser Mittagessen war fertig und wir wollten danach direkt weiter, denn es gab noch einige Stationen auf unserer Tagesordnung. Das „Restaurant“ lag direkt am Strand und wir konnten unser Essen mit den Füßen im Sand einnehmen. Zum Mittagessen gab es „typisch“ kolumbianisches (eigentlich ist dieses Essen typisch für die ganze Mittel- und Südamerikanische Region) Essen: Reis mit Frijoles (Kidneybohnen-Mousse) und Hühnchen. Für uns Vegetarier gab es statt Hühnchen Spiegeleier. Auch wenn das Mittagessen nicht gerade fantastisch war, war die Atmosphäre und die Location toll. Wir konnten uns als Gruppe besser kennenlernen und hatten Spaß. Nach dem Essen ging es erstmal zu unserem Schlafplatz. Das kolumbianische Pärchen hatte ein Einzelzimmer gebucht, der Rest von uns war etwas sparsamer unterwegs, weshalb wir in großen Hängematten schliefen, die Chinchorros genannt werden. Die Hängematten waren in einem separaten Haus untergebracht mit einem Erdgeschoss und ersten Stockwerk. In La Guajira werden die Häuser und andere Konstruktionen traditionell aus Kakutsholz gefertigt. Das hält ungefähr 15 Jahre, bis es erneuert werden muss. Unten war der „Raum“, in dem die Chinchorros hingen, von beiden Seiten offen. Der Wind blies bereits etwas stärker und die Hängematten schaukelten hin und her, weshalb wir uns alle einig waren, nach oben zu gehen. Dort war immerhin die Rückseite eine echte Wand aus dem besagten Kaktusholz. Wir beschlagnahmten die letzten vier Chinchorros und begaben uns wieder nach unten zum Auto. Way hatte uns ja Bescheid gegeben, dass wir direkt nach dem Essen weiterfahren müssen, damit wir heute alle Attraktionen noch rechtzeitig schaffen. Aber typisch Schweiz und Deutsch, waren wir die ersten am Auto. Wir warteten ungefähr 15 Minuten, bis wir Way suchten. Dann fehlte nur noch das kolumbianische Pärchen. Wir warteten weitere 15 Minuten und auch Way wurde immer genervter. Er hupte ein paar Mal, aber niemand tauchte auf. Wir besprachen mit ihm das Konzept einer festen Uhrzeit für Abfahrten, damit niemand unnötig auf andere warten muss. Entnervt ging er dann zum Zimmer des Pärchens und kam einige Zeit später wieder. Sein Gesicht sprach Bände – er war mehr als genervt, genauso wie wir. Endlich, nach weiteren 20 Minuten kam das Pärchen. Wir waren alle mega sauer und Way gab den beiden zu verstehen, dass das so nicht geht und wir bei den nächsten Stopps feste Uhrzeiten verabreden werden. Das Pärchen gab sich einsichtig und endlich fuhren wir weiter zu unserer nächsten Sehenswürdigkeit in der Region La Guajira: Playa Arcoiris.  

Playa Arcoiris ist ein Steinplateu direkt am Meer. Die Landschaft erscheint mondartig. Die Wellen schlagen uneinsichtig gegen die Felsen. Die Gischt spritzt hoch und im Sonnenlicht erscheinen tausende kleine Regenbögen. Darum heißt dieser Ort auch „Regenbogenstrand“. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Wasser bereits diverse Höhlen und Bögen erschaffen, die nun von allen Touristen fotografiert werden wollen.

Der Regenbogenstrand Playa Arcoiris

Nachdem wir alle Fotos gemacht hatten und alle (ja, sogar das kolumbianische Pärchen) pünktlich am Auto waren, ging es zu Pilong de Azucar. Es handelt sich hier um einen heiligen Berg. Die Wayuu glauben, dass ihre Seele, nachdem sie gestorben sind, über diesen Berg in den Himmel steigen wird. Doch obwohl dieser Berg heilig ist, kann man problemlos den etwas steileren Berg hinauf laufen. Dies liesen wir uns von Way versichern. Viele Kolumbianer hatten eine Bierdose in der Hand, während sie in Flip Flops den unebenen und rutschigen Weg versuchten hochzulaufen. Manche hatten sichtlich Probleme, doch einfach noch einen Schluck Bier nehmen, dann wird der Weg vielleicht weniger rutschig. Je höher wir kamen, umso windiger wurde es und ich war froh, dass ich meinen Schal mit in die Wüste genommen hatte. Von oben hatten wir  dann eine super schöne Aussicht auf die Umgebung.

Weg zum Pilon de Azucar
Aussicht vom Berg Pilong de Azucar
Das Meer spült das Land aus.
Touristen auf dem Berg Pilong de Azucar

Nachdem wir erstmal genug von der Aussicht hatten und auch immer mehr Touristen auf den Berg hoch kletterten, stiegen wir wieder runter. Und siehe da, alle waren relativ pünktlich beim Auto und wir konnten weiter zum Leuchtturm „Faro de Cabo de Vela“ fahren. Um den Leuchtturm herum ist alles mit rotem Sand bedeckt. Der Leuchtturm als solches ist eher unspektakulär, nicht besonders hoch und nicht besonders schön. Aber wieder hat man eine wundervolle Sicht auf den Ozean. Das Meer rauscht und die Wellen branden gegen den unnachgiebigen Felsen. Der Himmel verfärbt sich langsam orange und wir brechen zu unserem nächsten Punkt auf, Piedra Tortuga.

Leuchtturm „Faro de Cabo de Vela“

Piedra Tortuga ist ein weiterer Platz, um aufs Meer zu sehen. Unsere Gruppe hat wohl langsam genug von der Meeresaussicht und wir fahren bereits nach 10 Minuten weiter nach Ojo del agua (Matchata), wo wir uns den Sonnenuntergang anschauen.

Klippen Piedra Tortuga

Leider zieht es zu und der abendliche Himmel ist nicht so schön, wie er sein könnte. Doch wir haben immer noch morgen. Dann werden wir den Sonnenuntergang am nördlichsten Punkt Südamerikas bestaunen können.

Noch bevor die Sonne ganz untergangen ist, kehren wir nach Cabo de Vela zurück, wo wir unsere Rucksäcke aus dem Auto räumen und sie zu unseren Hängematten stellen die wir uns für die Nacht ausgesucht hatten. Nach so einem anstrengenden Tag, ließen wir es uns nicht nehmen, zusammen mit unseren neuen schweizerischen Freundinnen, Rebekka und Sandra, am Strand ein Bierchen zu zischen. Gegen 19 Uhr gab es dann endlich Abendessen. Die „Fleischesser“ hatten die Auswahl zwischen Hühnchen, Burger und Fisch. Wir Vegetarier bekamen exakt das gleiche zu essen wie zum Mittagessen. Wahrscheinlich kam es auch aus dem gleichen Topf… denn als es bei uns ankam, war das Essen kalt. Nadine fragte den „Kellner“, ob er das Essen aufwärmen könnte. Mit leicht säuerlicher Miene nahm er den Teller entgegen und wir warteten…etwa 10 Minuten später und einer Erinnerung an den Kellner, kam der Teller zurück…kälter als vorher. Rebekka, unsere mutige Schweizerin, probierte hier, am abgelegensten Ort, den Burger. Der bestand aus dreierlei Fleisch – Hühnchenbrust, Formpressschinken und noch eine komische Art von Formpressscheibenwurst. Der Burger war so deliziös, dass dreiviertel davon dem Hund zugute kamen.  

Nach diesem wieder mal sehr leckeren Essen (Achtung: Ironie!), ging es für uns (immer noch hungrig, da die Portionen wirklich klein sind oder im Burgerfall nicht geschmeckt haben) zu den Hängematten. Morgen geht es früh los und wir haben einen weiten Weg vor uns.

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